Viele Menschen schieben den Zahnarztbesuch jahrelang vor sich her. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Angst — und oft wächst mit jedem verschobenen Termin die Hemmschwelle. Deshalb gibt es bei uns einen Termin, an dem bewusst nichts behandelt wird.
Was in diesem Termin passiert
Sie kommen an, bleiben angezogen, setzen sich — und wir reden. Kein Bohrer, keine Spritze, keine Behandlung. Es geht darum, dass Sie den Raum, das Team und den Ablauf kennenlernen, bevor irgendetwas geschieht.
- Was genau löst bei Ihnen die Angst aus — Geräusche, Kontrollverlust, eine frühere Erfahrung?
- Was hat Ihnen früher geholfen, was hat es schlimmer gemacht?
- Wie viel möchten Sie im Voraus wissen, wie viel lieber nicht?
Erst wenn Sie es möchten, schauen wir überhaupt in den Mund — und auch das nur so weit, wie es für Sie in Ordnung ist.
Das Handzeichen
Für spätere Behandlungen vereinbaren wir ein Zeichen: Heben Sie die Hand, wird sofort unterbrochen. Ohne Nachfrage, ohne “gleich fertig”. Das klingt banal, verändert aber die Situation grundlegend — weil die Kontrolle bei Ihnen bleibt.
Wer weiß, dass er jederzeit stoppen kann, braucht das Stoppen meistens gar nicht.
Tempo bestimmen Sie
Manche Patientinnen und Patienten kommen nach dem Erstgespräch zunächst nur zur Reinigung. Andere beginnen mit einem kleinen, gut überschaubaren Schritt. Beides ist richtig. Ein Behandlungsplan, der Sie überfordert, hilft niemandem.
Wenn Sie unsicher sind, ob es der richtige Schritt ist
Rufen Sie an und sagen Sie einfach, dass es um ein Erstgespräch bei Zahnarztangst geht. Unser Team weiß dann Bescheid und plant entsprechend Zeit ein. Sie müssen am Telefon nichts erklären, was Ihnen unangenehm ist.